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Tour11 - Alpengarten Unterengadin
Tourbeschreibung
Diese grenzüberschreitende Rundtour entführt in eine der eindrucksvollsten Bergregionen Mitteleuropas – das Unterengadin. Ausgangspunkt ist der Vinschgau, von dem es über das Münstertal (Val Müstair) hinein in die Schweiz geht. Der Mix aus Passabenteuern, kulturellen Entdeckungen und imposanter Alpenkulisse macht die Strecke zur perfekten Tagestour – oder zum Auftakt für größere Alpentaten.
Über den Ofenpass geht es in den Schweizer Nationalpark und weiter ins malerische Engadiner Hochtal bis nach Guarda. Von dort führt die Runde über Tarasp und den Umbrailpass zurück in die Südtiroler Heimat. Wer will, wagt sich zum Abschluss noch auf die Königin der Alpenpässe: das Stilfser Joch – als Finale mit Anspruch.
Sehenswerte Stopps entlang der Strecke
Val Müstair – Wo Natur und Kultur im Einklang sind
Eingebettet in die Südflanke der Sesvennagruppe liegt das Val Müstair – ein abgelegenes Tal, das durch seine geschützte Lage ein besonders mildes Mikroklima bietet. Hier treffen alpine Ursprünglichkeit und kulturelle Vielfalt aufeinander. Nicht verpassen: das UNESCO-Welterbe Kloster St. Johann in Müstair und die typischen Engadiner Dörfer mit ihren bemalten Hausfassaden. Ideal auch als Ausgangspunkt für einen kurzen Abstecher in den Schweizerischen Nationalpark.
Ofenpass – Genussvolle Kurven im Duft der Bergwälder
Der 2.149 m hohe Ofenpass ist ein Kurvenhighlight im Herzen des Nationalparks. Die Straße schlängelt sich durch lichte Bergwälder, vorbei an klaren Bächen und bietet immer wieder fantastische Ausblicke. Die Strecke ist in bestem Zustand, ideal für entspanntes Cruisen. Oben angekommen, wartet ein gemütlicher Gasthof – ein Treffpunkt für Biker und Wanderer.
Guarda – Engadiner Bilderbuchdorf
Guarda ist ein Ort wie aus einem Märchenbuch: reich verzierte Häuser mit Sgraffiti, enge Pflastergassen und ein Dorfkern unter Denkmalschutz. Der Ort gilt als „Juwel des Engadin“ – zu Recht. Wer hier Halt macht, sollte unbedingt einen Spaziergang einplanen. Besonders sehenswert sind die typischen Hausinschriften in rätoromanischer Sprache, die diesem Ort eine unverwechselbare Atmosphäre verleihen.
Tarasp – Burgromantik mit tragischer Geschichte
Auf einem Felssporn über dem Tal thront Schloss Tarasp – ein echtes Highlight. Einst im 11. Jahrhundert von Raubrittern errichtet, wurde es später vom deutschen Unternehmer Karl August Lingner liebevoll restauriert. Heute zeugt die prächtige Anlage vom Glanz vergangener Zeiten. Führungen durch die reich ausgestatteten Räume lohnen sich – und das Panorama ist ebenfalls ein Erlebnis für sich.
Umbrailpass – Sanfte Alternative mit Stilfser-Joch-Blick
Mit 2.503 m ist der Umbrailpass der höchste Autopass der Schweiz. Die Auffahrt vom Val Müstair ist fahrerisch abwechslungsreich, aber weniger extrem als seine große Schwester – die Nordostrampe des Stilfser Jochs. Ideal also für alle, die schon mal Höhenluft schnuppern wollen. Am Scheitelpunkt lädt eine kleine Hütte zur Rast ein – mit Blick hinüber auf die berühmten Kehren des Stilfser Jochs.
Stilfser Joch – Das legendäre Finale für Könner
Wer nach dem Umbrailpass noch nicht genug hat, nimmt das Stilfser Joch in Angriff. Mit 2.758 m ist es der zweithöchste asphaltierte Alpenpass und bekannt für seine spektakuläre Serpentinenrampe mit über 48 Kehren – ein Erlebnis mit Kultstatus. Die Straße ist allerdings schmal, oft holprig und technisch anspruchsvoll – daher nur mit ausreichender Fahrpraxis und gutem Material zu empfehlen.
Tipp zum Tourenabschluss
Wem nach dem Stilfser Joch der Sinn eher nach Ruhe steht, der rollt gemütlich zurück durch den Vinschgau. Zwischen Glurns und Schlanders finden sich zahlreiche Einkehrmöglichkeiten mit regionaler Küche. Oder man lässt den Tag einfach bei einem Cappuccino im mittelalterlichen Glurns ausklingen – Südtiroler Lebensart pur nach einem Tag im Hochgebirge.
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